Nach Diktat verreist

Vor einiger Zeit berichtete ich darüber, daß ich Pixelmator leider nicht mehr für Fotobearbeitung nutzen kann und ich mich daher für NIK Software entscheiden habe.
Damals schieb ist:

I asked the PM team to fix the problem in their forum. No response. 
I asked the same via mail. No response. 
I bagged to release a patched 1.5.1. No response.

Heute erfuhr ich, warum niemand auf meine Fragen (und auf die Anderer) reagiert hat. Das Pixelmator-Team schreibt in seinem Blog:

All of the Pixelmator Team crew members just returned from a nearly three-month vacation.

Na das ist doch mal etwas. Man released eine neue Software-Version und bevor jemand sich über Bugs beschweren kann, verreist das komplette Team(!) schnell für 3 Monate. Das schafft doch Vertrauen...
Bevor ich das nächste mal eine Software dieses "Unternehmens" installiere, warte ich besser mal ab, ob die Entwickler nicht mal wieder "on vacation" sind.
Und warum denen Kundenzufriedenheit so vollkommen egal ist, steht gleich auch im Blog:
because Spider has been so successful and other Pixelmator releases were also very strong, we have made lots of money.
Glückwunsch. Wenigstens die sind zufrieden ;-)

(Bin übrigens gespannt, ob die auch diesmal meinen (diesmal ja deutschen) Pingback-Kommentar aus ihrem Blog löschen werden)
Comments:

Jochen Schmidt Samstag, Januar 16, 2010 03:23 PM

Hallo!
nicht so verbittert ;-)
Die Jungs sind eben noch nicht so abgebrüht wie man es in diesem Business sein müsste. Ich bin selbst Pixelmator-Kunde und finde wirklich cool was die beiden (!) bislang erreicht haben. Ich benutze PM ebenfalls eher selten - vor allem weil es bislang nur 8bit-Farbkanäle unterstützt. Ich wünsche mir auch Ebeneneffekte und hierarchische Ebenen. Ich finde sie haben in Bezug auf die Benutzerschnittstelle wirklich hervorragende Ideen. Wenn wir der Software noch ein wenig Zeit geben (1-2 Jahre) dann könnte sie wirklich ein Photoshop Elements oder gar Photoshop-Konkurrent werden.

Ich selbst kann Dir Photoline (www.pl32.de) SEHR empfehlen. PL kann 16 bit pro Farbkanal, Ebeneneffekte, hierarchische Ebenen, Lab/HIS, Photoshop-Plugins, Vektorgrafikebenen und vieles mehr. Es lässt sich auch als externes Programm in Aperture einbinden. PL läuft einwandfrei unter Snow Leopard und liegt auch schon als 64bit Version vor. Wenn es momentan einen wirklich brauchbaren Photoshop-Konkurrenten im Low-cost Bereich (~60 €) gibt, dann auf jeden Fall PL.

Viele Grüße,
Jochen

Schmidetzki Sonntag, Januar 17, 2010 01:39 AM

Vielen Dank Jochen für den Hinweis auf Photoline. Habe mir eine 30-Tage-Demo heruntergelassen und die Software sieht erstmal vielversprechend aus.

Zu Pixelmator: Yep, diese beiden Entwickler haben eine beeindruckende Software produziert. Aber das ist eben nicht alles, was ich erwarte. Wenn sie direkt nach einem Release das Land verlassen, fehlt es an Professionalität. Gerade das ist nämlich die Zeit, in der man mit Problemen rechnen und für seine Kunden da sein muß.

Nichts gegen derartigen Schaffenspausen, aber nicht zu diesem Zeitpunkt und nicht gleichzeitig. Wenn einem Monat nach Release keine gravierenden Probleme aufgetreten sind, kann man entschwinden. Aber nicht vorher. Das ist einfach schlechtes Timing.

Jochen Schmidt Sonntag, Januar 17, 2010 05:08 PM

Hallo Wolfgang,
ich verstehe Dich schon – ich empfinde es auch zumindest als "schlechten Stil". Andererseits wissen wir nicht was wirklich dahintersteckt. Wieviel dahinter ist einfach nur ein "cooles" Marketingimage? Waren sie vielleicht in der Zeit auch womöglich bis zum Hals mit der Organisation des vielleicht unerwartet großen Erfolgs beschäftigt? Wir wissen ja beide nicht wieviele (hundert? tausend? zehntausend? hunderttausend?) Supportanfragen bei ihnen ankamen. Sie haben ja auch geschrieben, dass sie die erhaltenen Mittel in die Weiterentwicklung des Produkts und der Firma stecken wollen.

Eines der beeindruckendsten Supportbeispiele eines Softwarehauses ist für mich immer noch die Berliner Firma R.O.M. die das Textverarbeitungsprogramm Papyrus Autor entwickeln. Ulli Ramps, überrascht mich immer wieder damit, dass selbst mitten in der Nacht und an Sonntagen Antworten kommen. Für ähnlichen Support zahlt man bei anderen Softwarehäusern sehr viel Geld.

Kleiner Tipp noch zu PhotoLine: Wenn Du Photoshop-Plugins nutzen möchtest, dann benötigst Du die passenden Versionen (Intel 64bit). Falls ein Plugin für Intel-32bit kompiliert ist, kannst Du PhotoLine im 32bit-Modus starten. Im Rosetta-Modus könnten sogar alte PPC-Plugins funktionieren.

Christoph Montag, Februar 01, 2010 01:58 PM

Sicher, sie hätten ihre Abwesenheit ankündigen können. Trotzdem zahle ich lieber 30€ für ein Programm anstatt 200€ (siehe NIK Software) für Programm und 24h-Support. Ich frage mich ernsthaft woher die Ansicht vieler kommt, für den Gegenwert von weniger als einer Stunde Arbeit ein Recht auf Software und persönliche Bugfix-Releases innerhalb kürzester Zeit zu haben. Und ob diese Art bei anderen "Unternehmen" wie Apple oder Adobe funktioniert, wage ich zu bezweifeln.

Schmidetzki Montag, Februar 01, 2010 02:06 PM

Tja, Christoph, das eben sehe ich anders.

Pixelmator hätte ich auch für 200,- EUR oder mehr gekauft. Ich kann nichts dafür, daß es so wenig kostet. Daher ist der niedrige Preis kein Argument für schlechte Kundenunterstützung.

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